WLAN an Schulen und Kindergärten

Ärzte warnen vor Risiken für Schüler und Lehrer
Studien belegen: WLAN-Strahlung ist gesundheitsschädlich. Konzentrations-, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden werden beeinträchtigt. Unnötige oder daueraktive Hotspots steigern die Verstrahlung der Schule. diagnose:funk hat durch Experten mehr als 100-Studien zur WLAN-Strahlung auswerten lassen. Ergebnis: WLAN an Schulen oder gar in Kindergärten darf nicht eingesetzt werden.

WLAN-Studienlage belegt Risiken

An Schulen sollen immer mehr mobile Geräte, v.a. Tablets und Smartphones eingesetzt werden. Ihre Nutzung erfordert die Installation von Routern und WLAN-Access-Points, die über hochfrequente elektromagnetische Wellen die Daten übertragen. Die bisher größte Auswertung der wissenschaftlichen Literatur zur WLAN-Frequenz 2,45 GHz in der Zeitschrift ‚umwelt-medizin-gesellschaft‘ ergab:

Mehr als 100 Studien weisen nach, dass durch WLAN-Netze und Endgeräte die Schüler erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Schon nach kurzer Zeit kann z.B. die Konzentrations-und Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt werden. In Folge kann dies weitreichende Auswirkungen auf die psychische Entwicklung, den Lernerfolg und Berufschancen haben.

WLAN-Warnungen ernst nehmen

„Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d.h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.“ (Deutsche Bundestagsdrucksache 16/6117, 2007: Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN). http://t1p.de/htee )

„Die integrierten Antennen Ihres Speedport senden und empfangen Funksignale bspw. für die Bereitstellung Ihres WLAN. Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten.“ (Telekom-Router, Sicherheitshinweis, 2017) 

WLAN wird zur Dauerbelastung

Die Strahlungswerte von WLAN liegen bei mobilen Endgeräten über medizinischen Vorsorgewerten. Bereits bei minimaler Belastung (kleiner 1 μW/m²) kann es zu Befindlichkeitsstörungen kommen, die bei dauerhafter Einwirkung z.B. für Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Konzentrationsprobleme, Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Fruchtbarkeitsschäden verantwortlich sein können. Die Forschergruppe Yakymenko et al. hat 100 Mobilfunk-Studien, auch über WLAN, zu entzündlichen Erkrankungen durch oxidativen Zellstress analysiert mit dem Ergebnis:

„Schlussfolgernd zeigt unsere Analyse, dass Hochfrequenzstrahlung niedriger Intensität ein starker oxidativer Wirkungsfaktor für lebende Zellen ist, mit einem hohen krankheitserregenden Potenzial.“

Foto: Caio Triana - wunderstock.com

WLAN wird zur Dauerbelastung

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Technische Lösungen für Schulen

Unter dem Gesichtspunkt der grundlegenden Leitlinie des Strahlenschutzes, des ALASTA-Prinzips (As Low As Scientifically and Technically Achievable - so niedrig wie technisch und wissenschaftlich möglich), sollten Schulen folgende Optionen bedenken:

WLAN ist für den Unterricht mit digitalen Medien nicht notwendig. Digitale Medien sind Hilfsmittel und alle Anwendungen können auch an verkabelten Computern durchgeführt werden. Tablets sollten mit Kabelanschluss betrieben werden können.

Wenn sich eine Schule trotz aller Bedenken für WLAN entscheidet, müssen nach dem ALASTA-Prinzip klare Kriterien an die Nutzung der WLAN-Sender gestellt werden:

  • die Sendeleistung am Router muss auf ein Minimum reduziert werden können - 1 bis 5 % der Standardsendeleistung (60 bis 100 mW) sind i.d.R. ausreichend für die Versorgung eines Schulzimmers.
  • WLAN wird nur eingeschaltet, wenn es für Unterrichtszwecke gebraucht wird.
  • der Router sollte mit dem größtmöglichen Abstand zu Schüler- und Lehrer*innen montiert und betrieben werden.
  • zum Schutz der Nachbarräume sollte der Router auf einem reflektierenden Untergrund (z.B. Metallplatte, Alufolie, Abschirmanstrich etc.) montiert werden, um eine unnötige Einstrahlung in die Nachbarräume zu vermeiden.
  • eine zentrale Zeitsteuerung sollte dafür sorgen, dass Router immer wieder ausgeschaltet werden (z.B. nach Unterrichtsende oder spätestens in der Nacht), wenn dies mal vergessen wurde.

Alternativen zu WLAN

Powerline (PLC / dLAN) ist kein empfehlenswerter Ersatz für WLAN. Alle Elektroleitungen und Geräte werden damit zu Strahlungsquellen hochfrequenter Signale.

Die Alternative: Kabellose Datenübertragung mit ‚Visible Light Communication‘ (VLC) erfolgt über eine LED-Raumbeleuchtung. Eine Gesundheitsgefahr ist, nach heutigem Kenntnisstand im Gegensatz zur WLAN-Strahlung, sehr gering, da unser Körper an die Lichtstrahlung adaptiert ist. Lichtstrahlung von Lampen ist i.d.R. nicht polarisiert und die Eindringtiefe der Strahlung in den Körper ist minimal. Dabei ist aber auf die Lichtqualität der Quelle zu achten - keine erhöhten Blaulichtanteile - und die Vermeidung von hartem Flicker, vor allem im niederfrequenten Bereich (< 1.000 Hz). Zudem sollte die Lichtquelle blendfrei montiert sein und der Rückkanal im Infrarot betrieben werden.

VLC befindet sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Pilotprojekt im Tagungszentrum der Insel Mainau wurde erfolgreich abgeschlossen. Am Hegel-Gymnasium Stuttgart wurde im November 2017 der erste VLC-Klassenraum, gefördert von der Stadt Stuttgart, eingeweiht. Unser Ratschlag: Schulen und Kommunen erklären sich bereit, sich mit einem weiteren VLC-Projekt an diesem technischen Fortschritt zu beteiligen oder warten ab, bis VLC in Serie geht.

Bild: David F. Prieto - stock.adobe.com

Optische drahtlose Datenübertragung: VLC/ILC

Visible Light / Infrared Light Communication (VLC/ILC) Die optische Drahtloskommunikation ist eine ergänzende Technologie zu der bestehenden Funktechnik für den drahtlosen Netzzugang. Sie ermöglicht Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen. weiterlesen

Publikationen

Diagnose Funk hat die Studienlage zu WLAN seit Jahren verfolgt und immer wieder dokumentiert. Neben einer Übersicht über die Studienlage (vgl. https://www.diagnose-funk.org/forschung/studien-reviews-und-reports/studien-zu-wlan) finden Sie hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Dokumente zu WLAN:

Foto: Skitterphoto - pixabay.com

Publikationen zu WLAN

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Titelbild kompakt 03-2019Bild: Cora Müller - stock.adobe.com

Verzicht auf WLAN - Argumente und Dokumente

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Titelblatt kompakt 04-2016Bild: Gerd Altmann - pixabay.com

Warnungen vor dem Einsatz von WLAN

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Foto: J.-R. Schrader - jrseco.com
WLAN in der SchuleFoto: istockphoto.com

WLAN & Tablets: Ein Bildungs- und Gesundheitsrisiko

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