Direktlink zum Vortrag: https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=8b6be334-9b81-4db1-9f26-b3e100ebad3b
Wichtigste Punkte im Vortrag von Prof. Joachim Bauer (Text Uni Freiburg)
- Körper, Seele und Geist: Wie sich Intelligenz entwickelt
- Digitale Medien und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
- Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz in der Medizin
Zusammenfassung
Der Referent Professor Joachim Bauer erörterte in seinem Vortrag die Bedeutung des menschlichen Körpers und der sinnlichen Erfahrung für die Entwicklung von Intelligenz und Kognition bei Kindern. Er kritisierte den zunehmenden Einsatz digitaler Medien und künstlicher Intelligenz in der frühen Bildung, da diese die körperliche Interaktion und Erfahrung der Kinder mit der realen Welt beeinträchtigen und ihre Entwicklung gefährden können. Bauer warnte auch vor den Risiken und Gefahren, die von KI-gesteuerten Begleitsystemen und sozialen Medien für Kinder und Jugendliche ausgehen können, wie Cybermobbing, Sexting und Cybergrooming. Er plädierte stattdessen für eine Neuausrichtung des Bildungssystems, das den Einsatz von KI erst in späteren Altersstufen vorsieht und den Fokus auf praktisches Lernen, Kreativität und zwischenmenschliche Beziehungen legt. Insgesamt betonte Bauer die Notwendigkeit, Kinder behutsam an den Umgang mit digitalen Technologien heranzuführen und ihre Entwicklung nicht durch einen übermäßigen Einsatz digitaler Medien zu gefährden (Ende Text Uni Freiburg).
Über 300 Besucher an der Uni Freiburg klatschten nach dem Vortrag minutenlang. Bauer trifft die Situation. Die Schäden, die digitale Medien bei Kindern, aber auch in der gesamten Gesellschaft anrichten, werden von Eltern und Pädagogen täglich erfahren, aber von der Gesundheits- und Bildungspolitik völlig unterschätzt. Die Bundesregierung unter Kanzler Merz ist mit starken Ankündigungen von baldigen Regelungen zum Schutz von Kindern angetreten. Doch die Ergebnisse der Prien-Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ bedienen die Geschäftsinteressen der IT-Branche. Durch die Hintertüre plädiert sie für noch mehr Digitalisierung. In einer Presseerklärung, die auch Prof. J. Bauer unterzeichnete, übt das Bündnis für humane Bildung daran scharfe Kritik. Der Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer begründet sie ausführlich in einem Interview.


