Vor 20 Jahren: Bürgerinitiative Stuttgart - West gegründet

Eine Ära geht zu Ende und hinterlässt Spuren
„Der-Mast-muss-weg!“ – so hieß die Internetseite der Bürgerinitiative Stuttgart-West, die sich 2006 gründete. Sie setzte bundesweit Maßstäbe und schaffte es, dass „ihr“ Mast wirklich ersatzlos abgebaut wurde. Von ihr gingen weitere Impulse aus, für wissenschaftliches Argumentieren, für Alternativen zur schädlichen Technologie und sie war nicht zuletzt eine Keimzelle der Gründung von diagnose:funk. Im Juli 2026 löste sich die Initiative nun offiziell auf. Über ihre Geschichte interviewten wir Peter Hensinger, Mitglied im Vorstand von diagnose:funk.
Links: Protestaktion noch vor Inbetriebnahme des Mastes. Rechts: Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) nimmt 6000 Protestunterschriften von Peter Hensinger entgegen.Bilder: diagnose:funk

diagnose:funk: Was war der Anlass, dass ihr im Stuttgarter Westen eine Mobilfunk- Bürgerinitiative gegründet habt?

PETER HENSINGER: Am 6. Juni 2006, während der WM, wurde in der Bismarckstraße 59 auf einem Haus der evangelischen Kirche innerhalb eines Tages ein Mobilfunkmast installiert. Der Mast war auf Augenhöhe vieler Wohnungen, z.T. nur 20 Meter entfernt. Nachbarn besprachen sich, wir erstellten ein Protestplakat und 2 Wochen später gründeten 80 Anwohner im überfüllten Gasthaus „Lilie“ die Bürgerinitiative. Wir waren über die Resonanz überrascht. Prominentestes Gründungsmitglied war die grüne Gemeinderätin und spätere Landtagspräsidentin Muhterem Aras.

? Woher wusstet ihr über Risiken Bescheid?

Es war zunächst bei vielen eher ein Bauchgefühl. Ich selbst hatte mich im Jahr 2000 schon mal in das Thema eingearbeitet. Auf das Dach der Klinik der medizinischen Einrichtung, in der ich Betriebsratsvorsitzender war, sollte ein Mobilfunkmast errichtet werden, gegen eine gute Miete. Ein Arzt sprach im Betriebsrat vor und riet wegen Gesundheitsrisiken davon ab. Ich las mich damals ein, und wir schlossen uns seiner Meinung an. Der Mast wurde nicht gebaut. Bevor der Mast in der Bismarckstraße 2006 installiert wurde, gab es in Stuttgart schon vorher 2 Initiativen, von denen wir gehört hatten. Auf die erste Sitzung der neuen Bürgerinitiative kamen über 20 Nachbarn, darunter ein Hochfrequenztechniker und ein Biophysik-Student, die uns aufklärten, warum von diesem Masten Gesundheitsrisiken ausgehen. Dann stellten wir aber fest: es gibt fast keine guten Unterlagen, in denen der Forschungsstand über die Risiken plausibel dargestellt wird. Also bildeten wir eine AG unter Anleitung des Biophysikers. Das Ergebnis: wir erstellten die erste Broschüre in Deutschland über den Forschungsstand „Zellen im Strahlenstress“, die 2008 erschien. Im Laufe der Erstellung merkten wir, dass offiziell über den Forschungsstand, die Risiken und die Grenzwerte massiv desinformiert wird. So erschienen vorher bereits 2007 die Broschüren „Mobilfunk - 8 Behauptungen, die wir nicht mehr glauben“ und „Die Fälscher“, und dazu noch „Mobilfunk-Einwirkungen auf die menschliche Gesundheit“ mit Dr. Wolf Bergmann und Dr. Horst Eger. Sie wurden zu Rennern in der Szene und mehrere zehntausendmal verkauft. Wir hatten dafür einen eigenen Versand eingerichtet.  

Die ersten Veröffentlichungen der BürgerinitiativeBilder: diagnose:funk

? Woher hattet ihr denn die Arbeitskapazitäten für so umfangreiche Veröffentlichungen?

Die Initiative war groß, fast 30 Leute zu Beginn, mit Aktiven aus Gewerkschaften, Kommunalpolitik und v.a. zwei Inhabern von Werbeagenturen, die unsere Publikationen und die Homepage „Der-Mast-muss-weg“ (heute www.MobilfunkStuttgart.de) erstellten. So konnten wir in Arbeitsteilung vorgehen. Wir entfalteten eine Öffentlichkeitsarbeit: Regelmäßige Stände auf dem Wochenmarkt mit eigenen Flugblättern, einem Stadteil-Info, Pressearbeit, Kontakte zu Gemeinderäten. Auf die erste Protestversammlung kamen 300 Besucher. Regelmäßige Veranstaltungen auch mit dem BUND folgten, im großen Rathaussaal mit Unterstützung der Fraktion der Grünen und SÖS (Stuttgart Ökologisch Sozial)/Linke, Mahnwachen vor der Kirche, die ja ihr Haus an Vodafone vermietet hatte. Die Aufmerksamkeit war so groß, dass der Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ins Rathaus einlud, incl. Bürgermeisterriege, um zu besänftigen. Die Presse berichtete ausführlich. Wir wurden zum Stadtgespräch.

? Hielt Vodafone nicht dagegen?

Doch, aber deren Pressesprecherin machte alles falsch: Zunächst behauptete sie gegenüber der Presse, dass die Grenzwerte eingehalten werden, es bestünden keine Risiken. Das zog bei uns nicht. Denn durch unsere Recherchen war uns klar: die Gesundheitsrisiken weit unterhalb der Grenzwerte sind geklärt. Hier ist vielleicht interessant, auf welche Literatur wir uns stützten. Da waren die Bücher aus den USA „The Microwave-Debate“ von Steneck, „Heilkraft und Gefahren der Elektrizität“ von Robert O. Becker, „Mikrowellen - die verheimlichte Gefahr“ von Paul Brodeur, ein Bericht der NASA, der Report von Prof. Karl Hecht über sowjetische Forschungsergebnisse für das Bundesamt für Telekommunikation, der Report von Neill Cherry für die australische Regierung, und v.a. auch das Buch „Mobilfunk: Ein Freilandversuch am Menschen“ der Journalisten Kotteder/Grasberger der Süddeutschen Zeitung. Die Auswertung dieser Literatur fasste ich dann zusammen in dem Artikel „Deutsche Mobilfunkforschung. Von subtiler Fälschung zur Wissenschaftskriminalität“. Das war die erste populärwissenschaftliche Kritik an den verharmlosenden Narrativen der Industrie und des Bundesamtes für Strahlenschutz. Dieses Wissen machte uns auch wütend: die wollen uns für dumm verkaufen! Nicht mit uns.

Banner signalisierten 24/7 den Protest. Mit Ständen auf dem Markt informierten wir.Bilder: diagnose:funk

? Vodafone wollte Euch dann widerlegen durch Messungen, um zu beweisen, dass die Strahlungsbelastung gering sei!

Ja, dann organisierte die Vodafone-Pressesprecherin eine Messkampagne, ließ aber nur auf der Straße messen, wo natürlich sehr geringe Werte rauskamen. Wir gingen zu dem Messtrupp und forderten, dass in oberen Stockwerken und in den Wohnungen, die in Strahlungskeulen liegen, gemessen wird. Das untersagte die Pressesprecherin. Dann ließ die Gesamtkirchengemeinde Stuttgart durch unseren Druck vom Gutachterbüro Nießen ein aufwändiges Messgutachten erstellen, bei dem herauskam, dass Wohnungen in oberen Stockwerken mit über 500.000 µW/m2 bestrahlt werden. Das stärkte den Widerstand. Erstes Ergebnis: Die Gesamtkirchengemeinde beschloss, dass auf ihren Immobilien keine Masten mehr gebaut und bestehende Verträge gekündigt werden.

? Wie kamt ihr auf die Idee, einen bundesweiten Dachverband zu gründen?

Als erster kam der Vorsitzende des Mobilfunk-Bürgerforums-Südwest, Jürgen Groschupp, auf uns zu. Das war natürlich gut, denn wir erfuhren, dass es fast 50 Initiativen in Baden-Württemberg gibt, und ab da waren wir bei den regelmäßigen Treffen. Dort lernten wir die Vorstände von diagnose:funk Schweiz kennen, die eine professionelle Homepage hatten und wissenschaftlich arbeiteten. Und auf die Treffen kam auch Prof. Karl Richter, der damals dabei war, die Wissenschaftlervereinigung Kompetenzinitiative zu gründen. Mit ihm, Jürgen Groschupp, diagnose:funk Schweiz und 10 weiteren Aktiven gründeten wir im September 2009 im Schwarzwald diagnose:funk Deutschland. Mit dem ersten Vorstand, von dem nach nun 17 Jahren Klaus Böckner, Jörn Gutbier und ich immer noch den geschäftsführenden Vorstand bilden, erstellten wir einen langfristigen Aufbauplan. Das Ergebnis ist heute die vielfältige Arbeit von diagnose:funk.

Protestaktion im Jahr 2010 gegen den Masten in der Bebelstraße. Er funkt noch.Bild: diagnose;funk

? Ihr habt jahrelang große Aktivität gezeigt! Worin bestanden die praktischen Erfolge eurer Bürgerinitiative?

Die gibt es wirklich. Zum einen klärten wir hunderte Stuttgarter über die Risiken auf, wie sie sich selbst schützen können, durch viele Vorträge in Bürger- und Mutter-Kindzentren, beim Naturheilverein, den Naturfreunden, Schulen, den Anthroposophen und auch im Gemeinderat. Zunehmend arbeiteten wir in Personalunion mit diagnose:funk. 2012 gründete sich im Landtag der Ärztearbeitskreis Digitale Medien, ermöglicht durch den MdL Thomas Marwein (Grüne). Gute Vorträge im Arbeitskreis, Kontakte zu Sachbearbeitern führten zu einer produktiven Vernetzung von über 40 Ärzten in BaWü, auch zur Zusammenarbeit mit der IPPNW, und zu Aktionen nach außen, z.B. der Demo von Ärzten gegen 5G. Und die Landesregierung Baden-Württemberg beschloss die Förderung des Pilotprojektes zu VLC/LiFi auf der Insel Mainau.

Der Stuttgarter Gemeinderat stellte mehrere 100.000 Euro für ein Kleinzellenprojekt bereit, auf Initiative der Fraktionen der Grünen und SÖS/Linke. Ein Stadtteil sollte komplett mit Glasfaser vernetzt werden. Eine Trennung der Indoor- und Outdoorversorgung sollte erprobt werden. Statt großer Sendemasten, die Häuser durchstrahlen, sollten Kleinzellen intelligent die Außenversorgung übernehmen. Wer in der Wohnung mobil telefonieren will, kann dann innen über Voice-Over-WLAN oder über einen Signalverstärker kommunizieren. Das sollte mit Instituten der Universität Stuttgart geplant werden. Doch ausgerechnet der grüne Baubürgermeister blockierte die Umsetzung. Mehr Erfolg hatten wir mit LiFi statt WLAN. Auch hier beantragten Grüne und SÖS/Linke ein Pilotprojekt, das am Hegel-Gymnasium Stuttgart zusammen mit dem Heinrich-Hertz-Institut-Berlin als Pilotprojekt durchgeführt wurde und einen Beitrag zur Entwicklung von LiFi zur Serienreife leistete.

An einem großen Erfolg schrammten wir knapp vorbei. Wir klärten in der Region Stuttgart, zusammen mit anderen Initiativen auf, dass 5G ohne Technikfolgenabschätzung und Forschung eingeführt wird. Unsere nüchterne Argumentation überzeugte. SPD, Grüne und SÖS beantragten, dass Stuttgart 5G-frei wird, die Abstimmung im Gemeinderat ging mit 26:26 aus, ein Patt, das leider zur Ablehnung des Antrages führte. Ausschlaggebend war die Nein-Stimme des grünen Oberbürgermeisters.

Ärzte aus der Region Stuttgart zogen vor den RegierungssitzBild: diagnose:funk / Rettig

? Das klingt so, als seid ihr ziemlich erfolgreich gewesen!

Was ist ein Erfolg bei einer Umweltbewegung? Ob bei AKWs, beim Landschafts- und Vogelschutz, gegen das Artensterben - Umweltverbände warnen vor Risiken z.B. durch Pestizide, Versiegelung der Landschaft, Monokulturen, die Politik setzt sich drüber hinweg. Trotzdem ist Aufgeben keine Option. Beim Mobilfunk gibt es eine Besonderheit, die für Risiken blind macht: Die Nutzer lieben ihr Smartphone bis hin zur Sucht. Sie wollen weder die Gefahren durch die Strahlung noch von den psycho-sozialen Auswirkungen hören, wehren Kritik ab, eine typische kognitive Dissonanz. Und die Medien bestätigen sie dann immer wieder durch Verharmlosungsartikel, denen man glauben will. Das war uns von Anfang an bewusst. Das kann nur durch geduldige, sachliche Kleinarbeit überwunden werden.  

Und dazu kommt, bei der Debatte um 5G hatten wir auch vor Ort mit Querschlägen zu kämpfen. Plötzlich wollten Trittbrettfahrer aus obskuren Szenen, z.B. aus der Schweizer Sasek-Sekte, mitmischen, versuchten, sich bei uns einzunisten. Sie warfen wir einfach raus. Sie drehten YouTube-Filme mit absurden Theorien wie 5G diene der Bevölkerungsreduktion, mit der Corona-Impfung würden Spikes gespritzt, die dann über 5G zur angeblichen Bewusstseinskontrolle genutzt würden. Diese Panikmache diente dazu, Mitglieder für ihre Sekten zu rekrutieren. Mit einem Abgrenzungspapier, das wir mit Attac zusammen verfassten, konnten wir Gemeinderäte und damals auch den BUND davon überzeugen, dass wir damit nichts zu tun haben. Die Mitgliederversammlung von diagnose:funk schloss sich dann dieser Abgrenzung an.  

Aus eins mach keins: Abbau nach 14 Jahren Öffentlichkeitsarbeit ...Foto: mobilfunk-stuttgart.de

? Und wie hat sich die Strahlenbelastung in eurem Stadtteil verändert?

Das ist erstaunlich. Der Mast in der Bismarckstraße 59 wurde im Jahr 2020 ersatzlos abgebaut, weil die Kirchengemeinde den Vertrag gekündigt hatte, ebenso der in der Rötestraße, so dass unser Wohngebiet Vogelsang mit über 9.000 Einwohnern relativ strahlungsarm ist. Den wenigsten der vielen neu zugezogenen Bewohnern ist bewusst, dass sie dadurch in einem doch relativ gesunden Umfeld leben. Die Betreiber suchen nach neuen Standorten, machten eine Werbeaktion, aber sie fanden bisher keine neuen Vermieter. Offensichtlich wirkt unsere Aufklärung bis heute nach.

? Nun habt ihr den Trägerverein der Bürgerinitiative, den „Verein zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog“, aufgelöst.

Es ist eine Ausnahme, dass eine Bürgerinitiative so lange besteht. Einerseits haben wir unser ursprüngliches Ziel erreicht, der Mast ist weg. Die Zeiten ändern sich. Viele ehemalige Mitglieder der BI sind beruflich weggezogen, andere sind inzwischen verstorben. Das Smartphone hat sich durchgesetzt, die Mobilfunkinfrastruktur ist aufgebaut. Aber gerade dadurch ist die Strahlenbelastung gestiegen. Stand in den beginnenden 2000er Jahren noch die Verhinderung von Masten im Vordergrund, so geht es heute um eine Politik der Strahlenminimierung durch Alternativen. Diagnose:funk hat ja dazu ein komplettes Programm formuliert. Unsere Analysen, die wir in der Broschüre „Zellen im Strahlenstress“ vorlegten, wurden durch immer fundiertere Forschungsergebnisse bestätigt. Das ist im Rückblick wichtig: wir haben nicht Angst gemacht, sondern über reale Risiken aufgeklärt. Dafür bedanken sich heute immer wieder Anwohner.  

Protestaktion 2010 gegen den Masten in der Rötestraße. Im Bild: Die damalige Stadträtin und dann Landtagspräsidentin Muhterem Aras (3.v.r.am Banner) und Stadtrat Hannes Rockenbauch (SÖS, hinten 5.v.r.,rote Haare).Bild:diagnose:funk

Dieser Mast in der Rötestraße hat eine spannende Historie. Der Vermieter Volker Stöckle war Versicherungsfachmann. Als er nach einem Gespräch mit uns las, dass keine Versicherung diese Masten versichert, wurde er diagnose:funk Mitglied und aktiv in der Bürgerinitiative, prozessierte gegen die Telekom, erreichte eine Vertragsverkürzung und verlängerte den Vertrag nicht. Der Mast ist nun weg.

 

? Die Industrie hat sich also durchgesetzt?

Nun, wir kamen aus der Umweltbewegung, viele unserer BI-Mitglieder waren oder sind noch im Kampf gegen Stuttgart 21 aktiv. Deshalb war uns klar, was selbst die EUA (Europäische Umweltagentur) in ihren Dokumentationen „Späte Lehren aus frühen Warnungen“ analysiert: Wenn es um den Profit geht, nimmt die Industrie zunächst einmal auf nichts Rücksicht. Sie kennt keine Ethik und Moral. Und der Staat hilft in der Regel dabei. Die Skandale um Stuttgart 21 führen uns Stuttgartern das wöchentlich vor Augen. Alle im Bundestag vertretenen Parteien haben eine unkritische Haltung zu den Folgen der Digitalisierung, die meisten folgen der Wachstumsideologie. Am krassesten kommt es derzeit bei den offensichtlichen Schädigungen der Kinder durch die Handysucht und Social Media zum Ausdruck. Die IT-Lobby will trotzdem die Digitalisierung von KiTa und Schule durchsetzen. Und die Parteien folgen bisher. Deshalb sind finanziell unabhängige und unangepasste Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen notwendiger denn je. Im Mobilfunkbereich muss weiter aufgeklärt und für Alternativen gekämpft werden, insbesondere zum Schutz der Kinder, die heute schon früh smartphonesüchtig gemacht und durch die Digitalisierung der Schulen permanent der WLAN-Strahlung ausgesetzt werden.

? Wie macht ihr nun nach der BI-Auflösung weiter?

Ehemalige Aktive sind immer noch in der Kommunalpolitik und gegen Stuttgart 21 aktiv, gut vernetzt und in loser Zusammenarbeit setzen wir in Stuttgart unsere Arbeit fort. So habe ich gut besuchte Vorträge zur Smart City und ihren Folgen gehalten, wir haben Anträge im Gemeinderat zur Digitalen Bildung initiiert. Regelmäßig erscheinen von uns Artikel auf der Homepage von SÖS, zuletzt zur Bewilligung von 39-Millionen Euro für Tablets an Stuttgarter Schulen und zur Smart City. Im Herbst haben wir Prof. Gertraud Teuchert-Noodt zum Vortrag eingeladen, Matthias von Herrmann wird einen Vortrag im Forum 3 zum Verbraucherschutz halten, bei den Naturheiltagen haben wir einen Infotisch. Und unsere Homepage www.MobilfunkStuttgart.de möchte ich wieder mal aktualisieren. Mit schwebt vor, dass wir in der Region wieder eine Initiative aufbauen, denn es gibt im Großraum Stuttgart viele diagnose:funk Mitglieder und viel zu tun.

? Lieber Peter, danke für das Interview und Dank an alle ehemaligen Aktiven der BI-Stuttgart-West, die die Auseinandersetzung in Deutschland auf ein neues Level hoben, letztlich v.a. durch die Gründung von diagnose:funk.  

Heute nicht zu übersehen: Das Banner in der Bismarckstraße, Stuttgart-West, Juli 2026Bild: diagnose:funk

Ein Banner hängt immer noch als Botschaft an die Hausbesitzer: Wir wollen und brauchen keinen neuen Masten.

Unsere nächsten Veranstaltungen:

Naturheiltage im Bürgerzentrum Stuttgart-West, 16. 10. 2026, 17:00 Uhr

Infotisch von diagnose:funk mit unseren Publikationen

"Die KI-Sackgasse für das menschliche Gehirn - Können wir der noch entkommen? Erkenntnisse aus der Entwicklungsgeschichte der Menschheit und des Kindes."

09.11.26 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Forum 3
Vortrag mit der Neurobiologin Prof. Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt in Stuttgart

In Baden-Württemberg soll künstliche Intelligenz an den Schulen als Lernmittel eingeführt werden. Lernen mit ChatGPT? Wenn das Denken ausgelagert wird, der Computer die Hausaufgaben macht, was bedeutet das für die Gehirnentwicklung? Am Institut von Prof. Gertraud Teuchert-Noodt wurde über solche Zusammenhänge geforscht und auch, was es für eine gesunde Gehirnentwicklung braucht.

"Strahlung im Griff: Konkrete Tipps für ein gesünderes Wohnumfeld"

23.11.26 19:30 Uhr
Forum 3 Stuttgart
Vortrag mit Matthias von Herrmann, Campaigner bei diagnose:funk

SmartPhone, SmartHome, Bluetooth, WLAN – drahtlose Geräte und Datenverbindungen sind so praktisch, dass wir sie nicht mehr missen wollen! Wir nutzen die mobilen funkenden Geräte jeden Tag völlig bedenkenlos, ohne Kenntnis möglicher Gesundheitsfolgen durch die Mobilfunkstrahlung. Doch welche Forschungsergebnisse liefert uns die Wissenschaft dazu? Und wie könnte ein strahlungsarmes Leben aussehen, wäre das überhaupt praktikabel? Matthias von Herrmann, Campaigner bei der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Diagnose-Funk e.V., zeigt in seinem Vortrag ganz praktisch, wo es im Haus und in der Wohnung überall strahlt und funkt – und was man dagegen tun kann, um gesünder und entspannter zu leben.

 

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