Der Papst Leo XIV. warnt in seiner Enzyklika vor den persönlichkeitszerstörenden Folgen der sozialen Medien und Smartphones auf Kinder, Jugendliche, aber auch für die gesamte Gesellschaft. Ministerpräsident Daniel Günther (Schleswig-Holstein) nannte die Nutzung "Digitalen Wahnsinn" auf dem Weg "in den Abgrund". Auch der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg Cem Özdemir hat seine Meinung korrigiert und findet drastische Worte:
- „Wenn ich sehe, was die sozialen Medien an Verwüstungen bei unseren Kindern anrichten, dann ist vielleicht einer der wesentlichsten Punkte, dass wir den Schalter so schnell wie möglich umlegen. Dass es endlich eine Altersgrenze von 16 Jahren für TikTok und Co gibt“ (Badische Zeitung 19.2.2026).
Bundesregierung folgt immer noch den Lobbyisten
Radikale Forderungen aus der Wissenschaft, Religion und zunehmend auch der Politik, doch noch hat die Bundesregierung keine Konsequenzen gezogen. Im Gegenteil. Im Koalitionsvertrag ist weiterhin fixiert „autonomes“, sprich: datenbasiertes Lernen einzuführen. Das Erfassen der Lern- und Denkprozesse der Schüler soll über die Speicherung der Lerndaten auf der Schüler-ID erfolgen. Dafür soll statt mit Büchern mit Tablets unterrichtet werden, die in Echtzeit die Daten liefern, mit denen ein Algorithmus das Lernen steuern kann. Das würde bedeuten, bereits ab der KiTa sind die Kinder permanent den Folgen der Bildschirmmedien ausgesetzt, der Reizüberflutung, der Strahlenbelastung und vielen körperlichen Schädigungen, die Prof. Manfred Spitzer in einem Review im Jahr 2022 dokumentierte.
Doch die psychosozialen Schädigungen sind jetzt schon so offensichtlich, dass Bundesbildungsministerin Karin Prien die Expertenkommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“ einsetzte, um Vorschläge für Regelungen auszuarbeiten. Doch was macht diese Kommission? Bar jeder praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Vernunft schlägt sie den Einsatz digitaler Medien bereits ab der KiTa vor.
Nun steht die Bundesregierung mit ihrer Bildungspolitik im römischen „Kreuz“feuer der Kritik. Eigentlich müssten nach der Botschaft aus Rom die kirchlichen Schulträger sofortige Konsequenzen ziehen, und alle Parteien, die ein „C“ im Namen tragen ebenso. Die Aussage der Enzyklika zur Bildung hat Prof. Klaus Zierer in seiner Pressemitteilung zusammengefasst: Schluss mit dem Tabletwahn, eine pädagogische Wende ist notwendig! Diese Botschaft fundieren die aktuellen Bücher von Nina Kolleck und Joachim Bauer.


