Vorbemerkung von diagnose:funk: Es ist ein Dokument von weltweiter Bedeutung, die ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS von Papst Leo XIV. Sie rechnet mit dem Digitalisierungs- und KI-Hype, auch in der Bildung, ab. Genau der ist aber der Kern des Koalitionsvertrags der deutschen Bundesregierung. Die „Digital-Only“-Gesellschaft wird angestrebt, in der Bildung das KI-gesteuerte adaptive Lernen. Das Erfassen der Lern- und Denkprozesse der Schüler soll über die Speicherung der Lerndaten auf der Schüler-ID erfolgen. Dafür soll statt mit Büchern mit Tablets unterrichtet werden, die in Echtzeit die Daten liefern, mit denen ein Algorithmus das Lernen steuern kann, schon ab der KiTa! Damit wären die Kinder dauerstrahlenden Geräten von der KiTa an ausgesetzt! Doch die psychosozialen Schädigungen sind jetzt schon so offensichtlich, dass Bundesbildungsministerin Karin Prien die Expertenkommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“ einsetzte, um Vorschläge für Regelungen auszuarbeiten. Doch was macht diese Kommission? Bar jeder praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Vernunft schlägt sie den Einsatz digitaler Medien bereits ab der KiTa vor. Cui Bono? Für die Geschäfts- und Politikinteressen der IT-Giganten?
- Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik, Universität Augsburg, hat aus Anlass der ENZYKLIKA eine Pressemitteilung herausgegeben, die die deutsche Bildungspolitik, gestützt auf den Aussagen der Enzyklika, scharf kritisiert: "Die KI-Besoffenheit von Bildungspolitik, Schulaufsicht und einem großen Teil der Erziehungswissenschaften wirkt derzeit wie ein Brandbeschleuniger nach Jahren des Zündelns mit dem Feuer der Digitalität, das bereits großen Schaden angerichtet hat. Das Haus der Schule muss neu gebaut werden."




