Französische Studie: Mobilfunkstrahlung beeinträchtigt die Gehirnentwicklung schon im Embryo

Die Schädigungen treten unterhalb der Grenzwerte auf
Wichtige zelluläre Ereignisse für die Entwicklung des Gehirns werden durch HF-EMF Bestrahlung unterhalb der Grenzwerte verändert – das ist das Ergebnis einer hochwertigen Studie von Wissenschaftlern der Universität Picardie Jules Verne in Amiens (FR).
Studie Bodin et al. (2025)

Strukturelle Schädigungen des Gehirns

Das Hauptergebnis der Studie von Bodin et al.: Mobilfunkstrahlung führt zu einer Desynchronisation des Gehirnstoffwechsels, schädigt die Gehirnentwicklung und damit das Gedächtnis und Denkvermögen. Die Ergebnisse bestätigen in allen Punkten die Hauptaussage unseres Überblicks Nr. 4 „Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?“, u.a. dass die Entwicklung von BDNF, dem Dünger der Gehirnentwicklung, beeinträchtigt wird.

 

 

Bisherige Erkenntnisse

Zunächst listen die Autoren wesentliche Veränderungen im Gehirn durch die Einwirkung von hochfrequenter Strahlung (HF-EMF) auf, die in bisherigen Studien bereits nachgewiesen wurden, sie nennen sie „Schlüsselereignisse der Neuroentwicklung“ (S.2) u.a.:

 

Hoch riskante NahfeldbestrahlungBild: pexels-rdne-6849349

Überprüfung, ob Schädigungen unterhalb der Grenzwerte eintreten

Bodin et al. untersuchten, welche dieser Schädigungen bei Ganzkörper SARs, die den geltenden ICNIRP-Grenzwerten für den Menschen entsprechen, prä- und postnatal auftreten. Das geschieht bei Szenarien, die wir tagtäglich auf der Straße und in der U-Bahn sehen: Mütter und Väter telefonieren mit ihrem Baby an der Brust, oder während die Mutter schwanger ist. Zu den Folgen, die das haben kann, schreiben Bodin et al.:  
 

 

  • „Die vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass während der pränatalen Entwicklung eine kontinuierliche Exposition gegenüber HF-EMF-Wellen an den regulatorischen Schwellenwerten die Zellproliferation verringert, die Differenzierung verändert und die Synaptogenese im unreifen Gehirn von Nagetieren verringert … Diese Daten unterstützen die Hypothese einer Anfälligkeit sich entwickelnder Organismen gegenüber HF-EMF-Expositionen und sprechen dafür, bei der HF-EMF-Exposition von Schwangeren und Kleinkindern während der Nutzung von Telekommunikationsgeräten Vorsicht walten zu lassen.“ (Schlussfolgerungen)[1]

In der Besprechung der Studie für unsere Datenbank EMF:Data wird das Studienergebnis zusammengefasst:

  • „Die Daten der Studie weisen darauf hin, dass selbst Expositionen im Bereich der regulatorischen Grenzwerte für die breite Bevölkerung die Hirnentwicklung negativ beeinflussen können. Zu diesen Veränderungen zählen verminderte Zellproliferation, BDNF-Spiegel und Synapsenbildung in vivo sowie veränderte Differenzierung neuronaler Stammzellen in vitro. Die Autoren stellen die Hypothese auf, dass der erhöhte Anteil inhibitorischer Synapsen auf eine erhöhte neuronale Erregbarkeit des Organismus zurückzuführen sein könnte. Veränderungen dieses Equilibriums sind mit neuronalen Entwicklungsstörungen, wie z. B. Autismus-Spektrum-Störung assoziiert. Zusammengefasst sehen die Wissenschaftler die Hypothese bestätigt, dass der sich entwickelnde Organismus anfällig gegenüber hochfrequenter Mobilfunkstrahlung ist. Sie empfehlen Vorsicht beim Umgang mit drahtlosen Kommunikationsgeräten, insbesondere bei Schwangeren und Kleinkindern, walten zu lassen.“

Hier wurden im Labor die Ergebnisse der Studie der Universitätsklinik Mumbai bestätigt. Dort wurden Entwicklungsverzögerungen bei Säuglingen festgestellt, die einer hohen Umgebungsstrahlung ausgesetzt waren.  

 

Bild:diagnose:funk

Ratgeber 5: Aufklärung über Risiken

Fazit: Erzieherinnen und Erzieher, Kinderärztinnen und -ärzte müssen diese Studien kennen und aufklären. Unser neuer Ratgeber 5:

"Kinder und Jugendliche in digitalen Zeiten - stark und selbstbestimmt. So fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes"

unterstützt sie dabei. Er gehört in jede Familie und Wartezimmer. Eine wissenschaftliche Dokumentation des Schädigungspotentials enthält unser Überblick Nr. 4.  

Cover: diagnose:funk

Übertragbarkeit auf den Menschen?

Der Überblick Nr. 4 dokumentiert 50 Studien, die negative Wirkungen von HF-EMF u.a. auf den Hippocampus nachweisen. Insbesondere die Entwicklung von BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor), einem Dünger des Gehirns (Review über die Bedeutung von BDNF: Cefis et al. 2023) und weitere wichtige Stoffe für die neuronale Plastizität und Lern-Vorgänge im Gehirn, die Glutamatrezeptoren NMDA und AMPA, werden beeinträchtigt. Die Warnungen vor strukuturellen Schädigungen des Gehirns durch elektromagnetische Felder, die die Neurobiologin Dr. Keren Grafen im Interview mit diagnose:funk aussprach, werden durch immer neue Studien bestätigt. Im Interview wird sie gefragt, ob sich diese Ergebnisse aus Tierstudien auf den Menschen übertragen lassen:

"DIAGNOSE:FUNK: Das alles bedeutet ja, dass die Gehirnentwicklung durch Handystrahlung massiv geschädigt würde. Die Studie wurde an Mäusen durchgeführt. Kann man daraus Schlussfolgerungen für eine Gefährdung der Gehirnentwicklung unserer Kinder ziehen?

  • KEREN GRAFEN: Ja, das würde ich tun. Die oben zitierten Studien wurden zwar an Mäusen durchgeführt, aber die grundlegenden neurobiologischen Mechanismen, die vor allem die wichtige Relay-Station Hippocampus betreffen – einschließlich der Neurogenese, synaptischen Plastizität und der Raum-Koordinierung – sind bei Säugetieren, einschließlich uns Menschen, völlig vergleichbar. Wenn diese Ergebnisse schon von einer industrieverseuchten und interessengeleiteten Politik ignoriert werden, sollten sie wenigstens als Warnsignal für Eltern, Lehrer und Erzieher dienen. Es ist höchste Zeit, dass endlich die negativen Auswirkungen von Hochfrequenz-EMF auf die Gehirnentwicklung von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden. Vorsichtsmaßnahmen wie reduzierte Mobilfunknutzung bei Kindern, der Einsatz kabelgebundener Alternativen und die Minimierung der Strahlenbelastung im Schlafbereich sind das Mindeste, um potenzielle Langzeitschäden zu vermeiden."

Der massive Anstieg von Sprach- und motorischen Störungen (KKH-Studie 2025), der Sinkflug der Lernleistungen, das sind die nun dokumentierten Ergebnisse auch des digitalen Feldversuches, der zu strukturellen Veränderungen in den Gehirnen führte. Warum sich die pädagogischen Wissenschaften mit den neurobiologischen Erkenntnissen beschäftigen müssen, das haben Teuchert-Noodt / Hensinger (2024) in ihrem Artikel mit dem programmatischen Titel "Ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse der Gehirnforschung gelingt kein Ausweg aus der Smartphone-Epidemie" dargelegt (> Deutsch / > Englisch). 

Leistungsabfall an Schulen: Anteil der Digitalisierung daran wissenschaftlich nachgewiesenGrafik:diagnose:funk

Der Absturz der Lernleistungen beruht auf strukturellen Veränderungen im Gehirn! Die vorliegenden Statistiken sind epidemiologische Beweise für das Schädigungspotential der digitalen Medien. 

Fußnote

[1]  Im Abstract der Studie heißt es: „In-vivo-Ergebnisse zeigten eine Abnahme des BDNF-Spiegels und der BrdU+-Proliferationszellen mit einer Abnahme des Synapsengleichgewichts (exzitatorische Synapsen/inhibitorische Synapsen). In vitro kam es bei 0,08 W/kg zu einem Anstieg der Ki-67 + proliferativen Zellen, der Apoptose und der Doppelstrang-DNA-Brüche in NSCs (Neurale Stammzellen). Ein geringerer Anteil an B1-Zellen (primäre Vorläuferzellen der NSCs) unter den gesamten Gehirnzellen und ein höherer Anteil an Oligodendrozyten-Vorläuferzellen und Astrozyten wurden in den exponierten NSCs beobachtet. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass wichtige zelluläre Ereignisse für die Ontogenese des Gehirns wahrscheinlich Veränderungen durch die Exposition gegenüber HF-EMF 900 MHz während der frühen Entwicklung erfahren. Diese stützen die Hypothese, dass das sich entwickelnde zentrale Nervensystem bei Nagetieren bei regulatorischen Schwellenwerten anfällig für HF-EMF-Expositionen ist.“ 

Datenbank EMF:Data

Besprechung der Studie von Bodin et al. (2025) der ElektrosmogReport - Redaktion auf EMF:Data

2G-Mobilfunk beeinflusst Hirnentwicklung

Veränderte Entwicklung von Nagetier-Gehirnzellen nach 900-MHz-Hochfrequenzbefeldung

Bodin R, Godin L, Mougin C, Lecomte A, Larrigaldie V, Feat-Vetel J, et al (2025). Altered development in rodent brain cells after 900 MHz radiofrequency exposure. Neurotoxicology. 2025;111(August).

Obwohl die Grenzwerte für hochfrequente Mobilfunkstrahlung durch die ICNIRP definiert sind (0,08 W/kg für die Allgemeinbevölkerung, 0,4 W/kg für beruflich exponierte Individuen) ist unklar, ob diese Grenzwerte wirklich schützen. Frühere Studien liefern Hinweise, dass eine Befeldung mit vergleichbaren Stärken oxidativen Stress und verändertes Wachstum in Nagetieren hervorrufen kann. Insbesondere während sensibler Entwicklungsphasen könnten bereits bei diesen Schwellenwerten biologische Wirkungen auftreten. Das Ziel der vorliegenden Studie war es daher, sowohl in vivo als auch in vitro, am Rattenmodell die Auswirkungen von 2G-Mobilfunk auf das sich entwickelnde Gehirn zu untersuchen. Dabei wurden die oben genannten ICNIRP-Grenzwerte eingehalten. Während der Gehirnentwicklung von Ratten werden die meisten Synapsen zwischen dem Tag nach Geburt (postnataler Tag, PNT, 0) und dem PNT 21 gebildet, wobei die Synaptogenese (Synapsenneubildung) während des PNT 14 ihren Höhepunkt erreicht. Bei menschlichen Kindern wird dieser Höhepunkt im Alter zwischen 1 und 2 Jahren erreicht. Im Fokus der Untersuchung lagen proteomische Veränderungen sowie zelluläre Parameter wie Proliferation, Synaptogenese und Differenzierung neuronaler Zellen.

Studiendesign und Durchführung:

Die später untersuchten männlichen Spraque Dawley Ratten wurden bereits intrauterin ab dem 8. Gestationstag bis maximal zum 17 postnatalen Tag befeldet. Die 900-MHz-Befeldung wurden entweder mit den öffentlichen Grenzwerten (30,2 V/m; Ganzkörper SAR: 0,08 W/kg) oder beruflichen Grenzwerten (67,5 V/m; Ganzkörper SAR: 0,4 W/kg) durchgeführt. Die Kontrollen wurden scheinbefeldet. Insgesamt wurden n = 9 Kontrolltiere und jeweils n = 8 befeldete Tiere bestrahlt. Untersuchte Endpunkte waren proteomische Analysen des Hippocampus und Kortex direkt nach der Geburt, sowie Quantifizierung des Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neurotrophic factor, essenziell für Bestand und Entwicklung von Nervenzellen und Synapsen, involviert in Gedächtnisprozessen) Zellproliferation, Synapsenanzahl und deren erregendes-inhibitorisches-Gleichgewicht und oxidative Stressmarker im Hippocampus und Kortex an den PNT 8 und 17. (Aufgrund der unterschiedlichen Zeitpunkte, schwankte die Anzahl der Versuchstiere, die für die jeweilige Endpunktanalyse zur Verfügung stand zwischen n = 3 und n = 9, Anm. d. Red.) Diese in vivo Untersuchungen wurden von in vitro Analysen neuronaler Stammzellen ergänzt. Diese wurden über 3 oder 7 Tage mit 900 MHz und 0,08 W/kg befeldet. Die Wissenschaftler bewerteten Zelldifferenzierung, Zellproliferation und DNA-Schädigung.

Grafik: Studie Cefis et al. (2023), open access

Die Bedeutung von BDNF, dem Dünger des Gehirn, wird im Review von Cefis et al. 2023, dargestellt. Die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks wirken sich negativ auf seine Entwicklung aus. Grafik: Cefis et al..  

Ergebnisse:

Die Proteomanalyse am PNT 0 identifizierte 10 unterschiedlich exprimierte Proteine der befeldeten Gruppen im Vergleich zur scheinbefeldeten Kontrollgruppe. Hierbei waren vor allem Proteine betroffen, die mit Synapsenbildung und Zellwachstum assoziiert sind. Im Hippocampus der befeldeten Jungtiere wurde eine signifikante Abnahme der Synapsenanzahl an PNT 8 festgestellt. Auch das Verhältnis erregender zu inhibitorischer Synapsen verschob sich bei beiden befeldeten Gruppen signifikant in Richtung inhibitorischer Synapsen. Beide Wirkungen nivellierten sich bis PNT 17. Im Kortex gab es keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Synapsenanzahl, das Verhältnis war jedoch an PNT 17 bei der stärker befeldeten Gruppe signifkant verändert. Im Kortex, nicht jedoch im Hippocampus, wurden signifikant weniger proliferierende Zellen an PNT 8 und eine signifikante Abnahme des BDNF-Spiegels an PNT 17 festgestellt. Die Untersuchung der oxidativen Stressmarker zeigte keine signifikanten Veränderungen. In vitro traten signifikant mehr apoptotische Zellen, proliferierende Zellen und DNA-Doppelstrangbrüche auf. Zudem kam es zu einer statistisch signifikanten Veränderung des Differenzierungsmusters der neurologischen Stammzellen.

Schlussfolgerungen:

Die Daten der Studie weisen darauf hin, dass selbst Expositionen im Bereich der regulatorischen Grenzwerte für die breite Bevölkerung die Hirnentwicklung negativ beeinflussen können. Zu diesen Veränderungen zählen verminderte Zellproliferation, BDNF-Spiegel und Synapsenbildung in vivo sowie veränderte Differenzierung neuronaler Stammzellen in vitro. Die Autoren stellen die Hypothese auf, dass der erhöhte Anteil inhibitorischer Synapsen auf eine erhöhte neuronale Erregbarkeit des Organismus zurückzuführen sein könnte. Veränderungen dieses Equilibriums sind mit neuronalen Entwicklungsstörungen, wie z. B. Autismus-Spektuktrum-Störung assoziiert. Zusammengefasst sehen die Wissenschaftler die Hypothese bestätigt, dass der sich entwickelnde Organismus anfällig gegenüber hochfrequenter Mobilfunkstrahlung ist. Sie empfehlen Vorsicht beim Umgang mit drahtlosen Kommunikationsgeräten, insbesondere bei Schwangeren und Kleinkindern, walten zu lassen.

Anmerkungen der Redaktion:

Das Studiendesign überzeugt durch eine Kombination von in vivo und in vitro Experimenten und einem multimodalen Ansatz: Proteomik, Immunohistochemie und funktionelle Analysen. Die Bedeutung der Studie gewinnt auch durch die Verwendung sehr niedriger Feldstärken, innerhalb regulatorischer Grenzwerte für die breite Bevölkerung, an Gewicht. Es bestehen jedoch auch Kritikpunkte, wie die geringe Anzahl an Versuchstieren, welche zusätzlich in Abhängigkeit der untersuchten Endpunkte schwankte. Die gewählten Untersuchungszeitpunkte sind hinsichtlich der neuronalen Entwicklung klug gewählt, eine Untersuchung im adulten Alter wäre jedoch wünschenswert gewesen, um persistierende funktionelle Konsequenzen analysieren zu können. Wie bei jedem Tiermodell stellt sich auch hier wieder die Frage der Übertragbarkeit auf den Menschen. Die zu bewertenden Daten sprechen jedoch dafür, dass regulatorische Grenzwerte nicht in allen Entwicklungsphasen als unbedenklich gelten dürfen. (RH)

Publikation zum Thema

Cover:diagnose:funk
Stand: 06.08.2025Format: A4Seitenanzahl: 44 Veröffentlicht am: 01.08.2025 Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 4: Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Der Überblick Nr. 4 gibt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF), wie sie durch Mobilfunkgeräte und WLAN erzeugt werden, auf das sich entwickelnde kindliche Gehirn. Auf Basis von über 50 internationalen, peer-reviewten Studien werden molekularbiologische Mechanismen beschrieben, durch die Mobilfunkstrahlung in zentrale neurophysiologische Prozesse eingreift. Besonders betroffen ist der Hippocampus, der für Gedächtnis, Lernen und Raum-Zeit-Orientierung verantwortlich ist. Die Strahlung führt nachweislich zu einer Reduktion synaptischer Plastizität, einer verminderten Expression von Glutamatrezeptoren (insbesondere NMDA) sowie einer signifikanten Abnahme des Wachstumsfaktors BDNF. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Reifung neuronaler Netzwerke und stören die Hirnaktivität durch eine Desynchronisation endogener Oszillationen. Weitere dokumentierte Effekte umfassen die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, oxidativen Stress, mitochondriale Schäden und kognitive Entwicklungsdefizite. Epidemiologische Studien weisen zusätzlich auf Zusammenhänge mit Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen und emotionalen Dysregulationen hin. Angesichts der besonderen Vulnerabilität des kindlichen Gehirns fordert der Artikel die Anwendung des Vorsorgeprinzips in pädagogischen Einrichtungen und eine strahlenminimierte Gestaltung von Bildungsumgebungen. Die vorgelegten Ergebnisse belegen, dass die HF-EMF-Exposition als eigenständiger Risikofaktor in der Frühentwicklung ernst genommen werden muss.
Bild:diagnose:funk
1. Auflage 2025Format: A5Seitenanzahl: 32, Preis 2,50 Euro (Mitglieder 1,50 Euro) Veröffentlicht am: 30.09.2025 Bestellnr.: 105Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Ratgeber 5: Kinder und Jugendliche in digitalen Zeiten - stark und selbstbestimmt

So fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Inzwischen zweifelt niemand mehr: Smartphones und soziale Medien können Kindern und Jugendlichen massiv schaden. Was können Eltern und Schulen tun? Eine pädagogische Herausforderung. Sie ist lösbar. Kurz, konkret und verständlich hilft dabei unser neuer Ratgeber. Der Ratgeber zeigt auf, warum Kinder in erster Linie vielfältige analoge Erfahrungen brauchen – Bewegung, Natur, kreative Aktivitäten und echte soziale Begegnungen. Digitale Medien können diese wertvollen Erlebnisse nicht ersetzen, sondern nehmen nur Zeit, die Kindern für ihre natürliche Entwicklung fehlt. Besonders in den ersten Lebensjahren sollten Bildschirme konsequent gemieden werden, da das Gehirn in dieser Phase am empfindlichsten ist. Zugleich macht die Broschüre Mut und bietet konkrete Hilfestellungen: Sie erklärt, ab welchem Alter Kinder langsam und begleitet an digitale Medien herangeführt werden können, wie Eltern klare Regeln setzen und den Medienkonsum sinnvoll begrenzen. Praktische Tipps für Alltagssituationen – vom Familienessen über den Kindergarten bis zum Grundschulalter – geben Orientierung, wie Medienerziehung verantwortungsvoll gelingt.
Artikel veröffentlicht:
10.10.2025
Autor:
diagnose:funk / EMF:Data
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