Diese 5G-Litfaßsäulen sind auch eine Reaktion auf die offensichtlich nicht sehr erfolgreichen Werbekampagnen für Dachstandorte von Mobilfunkmasten. Keiner will die Masten als Nachbarn. Denn ihre Strahlung dringt lautlos und ungefragt in die Wohnungen. Mobilfunkmasten finden immer schwerer ein Zuhause – jetzt geht man auf die Straße, das „Recht“ dazu geben die Landesregierung und die Stadt Stuttgart.
Es gibt für die 5G-Litfaßsäulen keinerlei Sicherheits- und Abstandszonen und uns ist nicht bekannt, ob Sicherheitsmessungen über die Stärke der Hochfrequenzbelastung der Umgebung vorliegen. Diese Litfaßsäulen sind Mobilfunkmasten, mit der Litfaß-Hülle und Werbung getarnt, die, so Vodafone, einen Umkreis von 400 m mit 5G abdecken, wie bisherige Makrozellen (klassische Mobilfunkmasten). Sie werden aber als Small Cells bezeichnet, obwohl ihre Strahlung alles anderes als small ist (s.u.). Vodafone schreibt:
- „Vodafone und die Stadt Stuttgart haben heute die erste 5G-Litfaßsäule Baden-Württembergs gestartet … Bis Ende des Jahres stattet Vodafone in Stuttgart fünf weitere Litfaßsäulen mit der neuen Mobilfunk-Technik aus. Um die Mobilfunk-Versorgung in der Landeshauptstadt nachhaltig zu verbessern, will das Unternehmen in den kommenden Jahren insgesamt bis zu 100 Litfaßsäulen mit 5G-Technologie zu „Mobilfunk-Säulen“ umrüsten. Und damit für noch besseren Empfang und eine höhere Netz-Stabilität auf besonders belebten Straßen und Plätzen sorgen. Für die Handynutzer bedeutet das: schnellere Downloads und ruckelfreies Surfen. Egal wie viele Menschen gerade im Netz unterwegs sind … 5G-Litfaßsäulen sind eine Antwort auf eine der größten Herausforderungen beim Ausbau der neuen Mobilfunk-Technologie 5G: die Suche nach neuen Standorten. Vor allem in den Innenstädten ist es oft schwierig, neue Dachstandorte für Mobilfunk-Masten zu finden.“[1]







