Auswirkungen der Strahlung: Schon gehört, aber wirklich nachgewiesen?
Durch diese fast durchgehende Übereinstimmung über die negativen psycho-sozialen Auswirkungen von Smartphones und Tablets – der Hype ist weg – ergab sich auch ein großes Interesse an den Auswirkungen der Strahlenbelastung. Das Wissen davon ist gestiegen, aber viele kannten das Problem nur vom Hörensagen. Hunderte unserer Flyer wurden mitgenommen. ÄrztInnen waren skeptisch, weil doch das Ärzteblatt das Gegenteil berichte. Der Hinweis auf die neue Krebs-Studie für die WHO brachte sie ins Nachdenken, auch das Interview mit der Neurobiologin Dr. Keren Grafen über Strahlung und Gehirn, das wir als Sonderdruck mitgaben. Und natürlich diskutierten wir über unsere Vorschläge, wie man sich schützen kann und über alternative Technologien.
Neugierde und Nachfragen rief unser Plakat zu den Auswirkungen der Strahlung auf Insekten hervor, viele nahmen dazu das Faktenblatt zur BEEFI-Insekten-Studie und den neuen umg-Studienüberblick „Auswirkungen künstlicher elektromagnetischer Felder“ von Peter Hensinger / Matthias von Herrmann mit.
Erstaunt waren viele über unser EMF-Zelt aus durchsichtigem Abschirmstoff. Mit einem Messgerät demonstrierten wir die hohe Strahlenbelastung von mehreren 1000 µWatt/m² in der Messehalle, die Messwerte im Zelt führten zum Aha-Effekt: Sie waren um ein hundertfaches geringer, sanken unter 10 µWatt/m². Daraus ergaben sich Gespräche über Elektrohypersensibilität und unsere Forderungen nach Strahlenminimierung.
Es war nun das vierte Mal, dass wir auf einem evangelischen Kirchtag einen Stand hatten. Noch nie erlebten wir eine so große Gesprächsbereitschaft und Offenheit. „Danke, dass Sie diese wichtige Aufklärung machen!“, dieser Satz beendete oft das Gespräch.
Der diagnose:funk Vorstand dankt unserem Kirchentags-Team für den großen Einsatz. Nach drei Tagen mit hunderten Gesprächen waren wir groggy und zufrieden, oder wie man es biblisch ausdrücken könnte, beseelt über die große Aufgeschlossenheit, auf die wir trafen.