diagnose:funk-Stand auf dem ev. Kirchentag Hannover: „Da bin ich voll bei Ihnen!“

Große Aufgeschlossenheit in hunderten Gesprächen: Wachsendes Problembewusstsein!
Bild: diagnose:funk

diagnose:funk war vom 1. bis 3. Mai auf dem Kirchentag, mit einem Infostand und einem 9-köpfigen Kirchentagsteam. Wir hatten zwei Schwerpunkte: die psycho-sozialen Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf Kinder und ihre Wechselwirkung mit der Strahlenbelastung und die Auswirkungen von HF-EMF auf Insekten. Insbesondere unser positiv formulierter Blickfang „Starke Kinder haben eigene Ideen - kein Smartphone!“ zog viele BesucherInnen an den Stand und war ein oft fotografiertes Motiv. LehrerInnen, ErzieherInnen, ÄrztInnen, Jugendgruppenleiterinnen, Leiter von evang. Fortbildungseinrichtungen für ErzieherInnen, Angestellte in Schulämtern und viele Großeltern fühlten sich angesprochen. Die Offenheit für dieses Thema und das Problembewusstsein sind gegenüber dem vorherigen Kirchentag in Nürnberg enorm gewachsen.

Unser Kirchentags-TeamBild:diagnose:funk

BesucherInnen erzählten uns oft beeindruckend, welche negativen Auswirkungen die Nutzung dieser Geräte in Kindergarten und Schule hat und stimmen unserer Forderung nach einem Smartphone-Verbot bis zum 16. Lebensjahr zu. „Da bin ich voll bei Ihnen!“ war nahezu immer die Reaktion. Viele wussten, dass andere Länder Verbote bereits beschlossen haben und waren entsetzt, dass im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung das Gegenteil festgelegt ist. Einig war man sich auch fast immer, dass ein Verbot von einer altersgerechten Medienerziehung begleitet werden muss, die Kinder medienmündig macht, so dass sie, wenn sie reif dafür sind, die Medien beherrschen und gegen Sucht immunisiert sind. Besonders bemerkenswert waren Diskussionen mit problembewussten Jugendgruppenleiterinnen mit dem Tenor, es muss uns und den Kindern in unseren Gruppen geholfen werden, von diesen Geräten wegzukommen. Die Erwachsenen müssen uns dabei unterstützen.

  • Oft bedankten sich die BesucherInnen, dass wir diese Aufklärung machen und kritisierten, dass die Digitalisierung als zentraler gesellschaftsverändernder Faktor, v.a. im Erziehungsbereich, nicht in Begleitveranstaltungen thematisiert wird.
Tausende Flyer und Postkarten wurden mitgenommenBild:diagnose:funk

Auswirkungen der Strahlung: Schon gehört, aber wirklich nachgewiesen?

Durch diese fast durchgehende Übereinstimmung über die negativen psycho-sozialen Auswirkungen von Smartphones und Tablets – der Hype ist weg – ergab sich auch ein großes Interesse an den Auswirkungen der Strahlenbelastung. Das Wissen davon ist gestiegen, aber viele kannten das Problem nur vom Hörensagen. Hunderte unserer Flyer wurden mitgenommen. ÄrztInnen waren skeptisch, weil doch das Ärzteblatt das Gegenteil berichte. Der Hinweis auf die neue Krebs-Studie für die WHO brachte sie ins Nachdenken, auch das Interview mit der Neurobiologin Dr. Keren Grafen über Strahlung und Gehirn, das wir als Sonderdruck mitgaben. Und natürlich diskutierten wir über unsere Vorschläge, wie man sich schützen kann und über alternative Technologien.

Neugierde und Nachfragen rief unser Plakat zu den Auswirkungen der Strahlung auf Insekten hervor, viele nahmen dazu das Faktenblatt zur BEEFI-Insekten-Studie und den neuen umg-Studienüberblick „Auswirkungen künstlicher elektromagnetischer Felder“ von Peter Hensinger / Matthias von Herrmann mit.

Erstaunt waren viele über unser EMF-Zelt aus durchsichtigem Abschirmstoff. Mit einem Messgerät demonstrierten wir die hohe Strahlenbelastung von mehreren 1000 µWatt/m² in der Messehalle, die Messwerte im Zelt führten zum Aha-Effekt: Sie waren um ein hundertfaches geringer, sanken unter 10 µWatt/m². Daraus ergaben sich Gespräche über Elektrohypersensibilität und unsere Forderungen nach Strahlenminimierung.

Es war nun das vierte Mal, dass wir auf einem evangelischen Kirchtag einen Stand hatten. Noch nie erlebten wir eine so große Gesprächsbereitschaft und Offenheit. „Danke, dass Sie diese wichtige Aufklärung machen!“, dieser Satz beendete oft das Gespräch.

Der diagnose:funk Vorstand dankt unserem Kirchentags-Team für den großen Einsatz. Nach drei Tagen mit hunderten Gesprächen waren wir groggy und zufrieden, oder wie man es biblisch ausdrücken könnte, beseelt über die große Aufgeschlossenheit, auf die wir trafen.   

Flyer diagnose:funk

Unser Flyer zum Kirchentag

Das Smartphone – das neue Goldene Kalb?


Ohne Smartphone geht nichts mehr! Überall sind Menschen davon gefesselt – im Bus, im Restaurant, beim Arzt. Es wird wie ein Götze und Heilsbringer verehrt. 700.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind internet- und smartphonesüchtig, mehr als zwei Millionen gefährdet. Ein analoges, unüberwachtes Leben mit Privatsphäre ist fast nicht mehr möglich! Reaktionäre Konzerne von Musk, Zuckerberg sowie Google greifen unsere Daten ab und manipulieren die Meinung, verbreiten Hass und Hetze. Wohin wird das führen? Über 70 Länder haben deshalb Smartphone- und Social-Media-Verbote an Schulen und Kitas bis zum 16. Lebensjahr verordnet. Warum handelt die Bundesregierung nicht – sie steht hier in der Verantwortung ...

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Artikel veröffentlicht:
04.05.2025
Autor:
diagnose:funk

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