Elektrosmog, Ursachen und Wirkungen
Elektrosmog, Ursachen und Wirkungen
Handy-Netze, schnurlose Telefone und WLAN-Funk haben eins gemeinsam: sie erzeugen Elektrosmog. Einige Menschen leiden dadurch unter starken gesundheitlichen Beschwerden. Andere hingegen spüren gar nichts.
Noch nicht! Doch mittlerweilen weisen Forscher immer mehr auf Zusammenhänge zwischen Elektrosmog und schweren Krankheiten hin, so z.B. Alzheimer, Hirntumor oder Tinnitus.
Montag morgen, 6.15 Uhr, Tram Nr. 14 verlässt den Zürcher Bahnhofquai Richtung Oerlikon. Tramchauffeur Martin B. (43), noch erholt vom Wochenende mit Freunden in den Bergen, ist guter Laune. Am Schaffhauserplatz steigt der frisch verliebte KV-Lehrling Kevin Müller ein, müde noch vom intensiven Wochenende mit seiner neuen Freundin Laura. Ein Piepen – Kevin zückt sein Handy, auf dem Display erscheint „1 Kurzmitteilung eingegangen“: Laura sendet virtuelle Küsse…
Während Kevins Herz hüpft, künden sich bei Martin B. mit einem leisen Stechen Kopfschmerzen an. Seine gute Laune beginnt zu schwinden, denn er weiss genau, bei Schichtende wird er mit einem Brummschädel nach Hause gehen.
Kevin freut sich bereits um 6.25 Uhr auf den Feierabend und schickt Laura eine virtuelle Umarmung. Was Martin B. wieder mit Schmerzen wahrnimmt – als einziger im Tram.
Martin B. gehört zu den etwa zwei Prozent sogenannt Elektrosensiblen. Er nimmt elektromagnetische Felder, wie sie durch Handystrahlung verursacht werden, als Schmerzen wahr.
Kevin hingegen geniesst die Vorzüge, die ihm die moderne mobile Kommunikation bietet. Er versendet und empfängt SMS in Massen, macht via Handy mit seinem Kumpel Tobias fürs Fussballtraining aus und meldet sich bei seiner Mutter fürs Abendessen ab.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
| Effekte | Schwelle | Wissenschafter/Institut |
| Schlafstörungen, Konzentrationstörungen Lern- und Gedächtnisschwächen |
0,04 V/m | Dr. N. Cherry, Mikrobiologe und Biophysiker, Lincoln Universität Neuseeland |
| Krebspromotion (5x schnelleres Wachstum von Krebszellen) und Fortpflanzungsschäden |
0,48 V/m | Dr. N. Cherry |
| Markante Veränderung der Hirnströme | 0,6 V/m | Dr. L. von Klinzing, Medizinalphysiker |
| Blut-Hirnschranke wird durchlässig und lässt Giftstoffe ins Hirn eindringen |
0,61 V/m | Lund Universität Schweden |
| DNA-Brüche | 1.3 W/kg SAR | K. Schlatterer et al, Freie Universität Berlin |
Krankmachende Strahlung
Auf den ersten Blick scheint nur Martin B. ein Problem mit Elektrosmog zu haben. Wissenschaftliche Untersuchungen zeichnen jedoch ein anderes Bild. Langfristige Schädigungen treffen alle, unabhängig von der Elektrosensibilität.
Forscher weisen auf Hormon-, Stoffwechsel-, Herz- und Kreislaufprobleme hin, auf die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, auf die Schädigung des Immunsystems und auf andere biologische Effekte wie Schädigung des Erbmaterials in den Zellkernen (DNA-Brüche) und auf die Beeinflussung der Melatonin-Produktion im Schlaf. Die Wissenschafter sehen mittlerweile Zusammenhänge mit Tinnitus, Alzheimer, Hirntumor und Krebs.
In den letzten 10 Jahren sind erstmals digitale Funknetze aufgebaut worden. Die digitale Signalform unterscheidet sich sehr stark von den bisherigen analogen Signalen, wie sie für Radio und Fernsehen verwendet werden und noch mehr von den sehr schwachen, natürlichen Feldern. Sie ist wegen ihrer Pulsung mit einem Schlagbohrhammer zu vergleichen und hat einen viel stärkeren Einfluss auf die Biorhytmik als gleichstarke, analoge Strahlung.
Kevin kennt heute kein Elektrosmog-Problem. In zwanzig Jahren schaut die Situation aber anders aus. Unter Umständen leidet Kevin dann unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder eines seiner Kinder erkrankt an Leukämie.
Martins Körper reagiert unmittelbar auf Elektrosmog. Die Schädigungen an Kevins Körper treten erst nach Jahren auf. Es ist ähnlich wie beim Rauchen. Die meisten Menschen erkranken erst nach jahrzehntelangem aktivem oder passivem Rauchen.
Mit Blei, Asbest, Russpartikeln belastete Luft, Ozon, Lärm, künstliche Lebensmittelzusätze, Rückstände von Insektiziden, Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden, Hormonen, Antibiotika in den Lebensmitteln, BSE, belastende Baustoffe (Farben, Lacke etc.), belastetes Trinkwasser, die Chemiekeule in der Landwirtschaft und in der Medizin, sogar von Lichtverschmutzung ist die Rede. Eine geballte Ladung an gesundheitlichen Gefährdungen, der wir uns tagtäglich 24 Stunden aussetzen müssen. Speziell unsere Kinder, deren Abwehrkräfte erst im Aufbau sind.
Vor ungefähr 10 Jahren taucht ein neuer Begriff auf, der nichts Gutes verheissen will: Elektrosmog. Die Versicherungsbranche vergleicht heute das Risiko Elektrosmog mit dem Risiko Asbest, das jahrelang verharmlost wurde.
Elektromagnetische Strahlung ist nichts Neues: Seit Urzeiten sendet die Sonne elektromagnetische Strahlung aus, zu der auch Licht gehört. Die Erde selbst hat ein langsam schwingendes Magnetfeld. Mensch, Tier und Pflanzenwelt haben sich auf diese Strahlungen eingestellt und benötigen sie zum Überleben. Ohne elektromagnetische Strahlung gäbe es kein Leben auf der Erde. Gibt es also gar kein Elektrosmog-Problem? Ist alles nur Panikmache?
Es gibt mittlerweile genügend Hinweise, die zur Sorge Anlass geben. Die Wissenschaft hat viele Effekte nachgewiesen:
Forscher weisen auf Hormon-, Stoffwechsel-, Herz- und Kreislaufprobleme hin, auf die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, auf Konzentrations- und Schlafstörungen, auf die Abnahme der Merk- und Lernfähigkeit, auf die Schädigung des Immunsystems und auf andere biologische Effekte wie Schädigung des Erbmaterials in den Zellkernen (DNA-Brüche) und auf die Beeinflussung der Melatonin-Produktion im Schlaf. Die Wissenschafter sehen mittlerweile Zusammenhänge mit Tinnitus, Alzheimer, Hirntumor und Krebs.
Die Blut-Hirn-Schranke, hat die Aufgabe, schädliche Stoffe und Gifte im Blut, den Übertritt in das Gehirn zu verhindern. Wird diese Barriere geschwächt, so treten Schadstoffe ins Gehirn ein und können ihre Wirkung entfalten: Je nach Schadstoff sind die Folgen unterschiedlich; sie lösen beispielsweise Hirntumor und Krebs aus.
DNA-Brüche sind Brüche der Erbinformationsstränge, die im Zellkern jeder von unseren Zellen stecken. Solche Brüche sind an sich normal, es ist die Anzahl, die Besorgnis erregt. In den Studien hat sich die Zahl der Brüche bisweilen verfünfacht, es traten auch Doppelbrüche auf. Zellen können solche Schäden bis zu einem gewissen Grad selbst reparieren; das bedeutet in jedem Fall Stress für die Zelle. Was dieser Stress zur Folge hat, ist noch nicht klar. Es kann ein schnelleres Altern der Zelle und somit ihren frühen Tod bedeuten. Für unsere Haut, die am meisten Elektrosmog abkriegt, kann das schnelleres Altern, z.B. vorzeitige Faltenbildung heissen.
Die nicht reparablen oder falsch reparierten Zellen können zu Krebszellen mutieren und ihre defekte Information als Krebs weitergeben. Für Zellen ist es viel schwieriger Doppelbrüche korrekt zu reparieren als Einfachbrüche, es kommt zu Fehlreparaturen, die Erbinformation wird verfälscht.
Schädigende Effekte wurden schon bei weit geringeren Belastungen festgestellt, als die gesetzlichen Grenzwerte zulassen. In der Schweiz gilt für Handy-Netze nach dem neuen UMTS-Standard ein Immissionsgrenzwert von 61 V/m, gut das 100-fache von dem, wo die Wissenschaft negative Auswirkungen festgestellt hat. Was nicht heisst, dass bei noch kleineren Dosen Sicherheit gewährleistet ist. Überhaupt ist die Wissenschaft nicht in der Lage, eine verlässliche Schwelle festzulegen. Die Zusammenhänge und Wirkungen sind zu komplex und bedürfen weiterer Abklärungen.
Die Wissenschaft basiert auf dem Ursache/Wirkung Prinzip: Jede Ursache muss genau eine Wirkung haben und dies immer wieder genau gleich. Die bisher messbaren Wirkungen sind oft unterschiedlich, oder fallen bei einem anderen Experiment ganz aus. Der Grund dazu kann sein, das die wahrgenommenen Wirkungen auch nur eine Folge einer ursprünglicheren Wirkung des Elektrosmoges sind. Für diese These sprechen z.B. die Blut-Hirn-Schranke-Schwächung oder die DNA-Brüche. Die Folgen der Blut-Hirn-Schranke-Schwächung sind abhängig vom Schadstoff, der ins Gehirn eintritt und nicht direkt vom Elektrosmog.
Das selbe Muster gilt für die DNA-Brüche. Was aus der geschädigten Zelle wird, welche Form von Krebs sich eventuell daraus entwickelt, ist von noch von vielen anderen Faktoren als von der elektromagnetischen Strahlung abhängig: Wo ist der Bruch? Ist es mehr als ein Bruch? Liegt im Erbgut eine Anfälligkeit für eine gewisse Krebsform vor? Gibt es andere Einflussfaktoren wie Rauchen, Essen, Lebensstil etc.?
| Blut-Hirn-Schranke | DNA-Brüche |
| Die Blut-Hirn-Schranke, hat die Aufgabe, schädliche Stoffe und Gifte im Blut, den Übertritt in das Gehirn zu verhindern. Wird diese Barriere geschwächt, so treten Schadstoffe ins Gehirn ein und können ihre Wirkung entfalten: Je nach Schadstoff sind die Folgen unterschiedlich; sie lösen beispielsweise Hirntumor und Krebs aus. | DNA-Brüche sind Brüche der Erbinformationsstränge, die im Zellkern jeder von unseren Zellen stecken. Solche Brüche sind an sich normal, es ist die Anzahl, die Besorgnis erregt. In den Studien hat sich die Zahl der Brüche bisweilen verfünfacht, es traten auch Doppelbrüche auf. Zellen können solche Schäden bis zu einem gewissen Grad selbst reparieren. Doppelbrüche sind viel schwieriger korrekt zu reparieren als Einfachbrüche; es kommt zu Fehlreparaturen, die Erbinformation wird verfälscht. Die nicht reparablen oder falsch reparierten Zellen können zu Krebszellen mutieren und ihre defekte Information als Krebs weitergeben. |
Letzlich kommen wir zum Schluss: Elektrosmog kann nicht gesondert betrachtet werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Elektrosmog so etwas wie eine "Förder- und Verstärkerfunktion" für andere Einflussfaktoren hat. Es muss der Mensch als Ganzes wahrgenommen werden. Die Summe aller Einflüsse legen die Höhe der Risikolatte individuell fest. Elektrosmog steuert dazu bei, die Gefahren für die Gesundheit zu erhöhen. Bei jedem Menschen ist das Gefährdungspotential unterschiedlich und so ist es auch mit den Auswirkungen.
Man schätzt den Anteil an Elektrosensiblen in der Bevölkerung auf ca. 2 Prozent. Beschränkt sich die Problematik Elektrosmog nur auf diese 2 Prozent? Die Schwächung der Blut-Hirn-Schranke und die Zunahme von DNA-Brüchen sind deutliche Hinweise, darauf dass nicht nur die elektrosensiblen, sondern alle Lebewesen einer Gefährdung ausgesetzt sind. Alle Menschen jeglichen Alters, Tiere und Pflanzen sind betroffen!
Wie beim Rauchen zeigen sich Effekte von Elektrosmog bei den meisten Menschen nicht sofort. Die sogenannten Langzeiteffekte treten üblicherweise erst nach 10 bis 20 Jahren auf.
Was kann der besorgte Zeitgenosse tun in dieser unklaren Situation? Besteht überhaupt Hoffnung?
Die Wissenschaft muss in der Tat noch erhebliche Wissenslücken stopfen. Es ist jedoch an der Zeit, die bisherigen Erkenntnisse zu würdigen und umzusetzen.
Der von den Behörden und anderen Kreisen als Hauptargument ins Feld geführte Anlagegrenzwert vermittelt den Eindruck, die maximale Belastung der Bevölkerung sei 6 V/m. Das ist falsch. Der Anlagegrenzwert zwischen 4V/m und 6V/m gilt lediglich für eine einzelne Mobilfunkanlage. Jede einzelne Anlage darf soviel "beisteuern". Zusätzlich kommt der "hausgemachte" Elektrosmog, durch Schnurlostelefone nach DECT Standard, Funkvernetzung der PCs mit WLAN, Babyphone, etc. Die Summe aller Belastungen ist für die meisten Menschen viel höher als ein Anlagegrenzwert und darf sogar 61 V/m erreichen. Dieser Wert wird Immissionsgrenzwert genannt. Es stellt sich dann die Frage, wer überprüft diesen Immissionsgrenzwert und leitet allenfalls Massnahmen ein.
Schutz vor Elektrosmog
Die von den Behörden gesetzten Grenzwerte sind ungenügend (siehe "Gesetzliche Grenzwerte"). Aber es gibt Möglichkeiten sich selber zu schützen:
Aktiv, durch Verzicht auf unnötige, selbsterzeugte Belastungen
- DECT Schnurlostelefone
- WLAN – Funknetz für PCs
- digitale Babyphone
- Mikrowellenherde und Energiesparlampen
- Wer das Handy nur kurz benützt, SMS versendet statt ein Gespräch zu führen, reduziert die Belastung.
Empfehlenswert ist auch das Verwenden eines Headset (Ohrhörer) mit Kabel statt das Handy direkt ans Ohr zu halten. Headsets ohne Kabel können nicht empfohlen werden, sie verwenden eine Funktechnologie und erzeugen auch Elektrosmog!
Gesetzliche Grenzwerte
Passiv durch Schutz vor Elektrosmog
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt, auf Schutzartikel wie Hüllen, Kleber, Folien, Chips fürs Handy sowie neutralisierende oder harmonisierende Geräte, Mineralien, Figuren am Körper oder in der Wohnung zu verzichten. Einige davon erhöhen die Strahlenbelastung sogar.
Einziger wirksamer Schutz vor unerwünschter Strahlung ist der seit 1845 bekannte Faraday'sche Schutzraum, auch Faraday-Käfig genannt. Da der Mensch insbesondere während der besonders sensiblen Schlafphase Schutz benötigt, gibt es sinnvolle Produkte wie Schutznetze nach dem Faraday'schen Prinzip, die effektiven Schutz und Erholung während des Schlafens bieten. Darauf bauen Produkte z.B. von pro-tex (www.pro-tex.ch). Die Produkte von pro-tex sind zu familienfreundlichen Preisen erhältlich, um auch Kindern vorsorglich Schutz zu bieten.
| Elektrosmog |
| Elektromagnetische Strahlung ist nichts Neues: Seit Urzeiten sendet die Sonne elektromagnetische Strahlung aus, zu der auch Licht gehört. Die Erde selbst hat ein langsam schwingendes Magnetfeld. Mensch, Tier und Pflanzenwelt haben sich auf diese Strahlungen eingestellt und benötigen sie zum Überleben. Ohne elektromagnetische Strahlung gäbe es kein Leben auf der Erde. In den letzten 10 Jahren sind erstmals digitale Funknetze aufgebaut worden. Die digitale Signalform unterscheidet sich sehr stark von den bisherigen analogen Signalen, wie sie für Radio und Fernsehen verwendet werden und noch mehr von den sehr schwachen, natürlichen Feldern. Sie ist wegen ihrer Pulsung mit einem Schlagbohrhammer zu vergleichen und hat einen viel stärkeren Einfluss auf die Biorhytmik als gleich starke, analoge Strahlung. |
| Volt / Meter |
| Elektromagnetische Strahlung wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen. Ein Messwert von 1 V/m bedeutet, dass zwischen zwei Punkten, die einen Meter auseinander liegen, eine Spannung von einem Volt gemessen werden kann. Bei Mobilfunk, W-LAN und den schnurlosen DECT Telefonen handelt es sich um sehr hochfrequente Strahlung. Das heisst, die Spannung schwingt extrem rasch, z.B. bei DECT 1,88 Milliarden mal pro Sekunde. Im Vergleich dazu wechselt die Spannung in unserem Stromnetz 50 mal pro Sekunde. |
Quelle
Herbert Jost
http://www.pro-tex.ch/
