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San Francisco: Pflicht zur Handystrahlungs-Angabe

24.06.2010

Der Stadtrat von San Francisco verabschiedet ein Gesetz,
dass die Aufführung der Strahlungswerte von Handys verlangt
Quelle: www.ktvu.com vom 15.06.2010
Deutsche Übersetzung: Diagnose-Funk

Weitere Berichte

ZDNET: San Francisco verpflichtet Mobilfunkshops zur Angabe der Handystrahlung >>>
KTVU: SF Cell Phone Radiation Law Awaits Newsom Signature >>>

San Francisco – San Francisco kam am Dienstag am Ziel näher, die erste Stadt in den USA zu sein, die Handyverkäufe reguliert, nachdem das Aufsichtsgremium zugunsten eines neuen Gesetzes stimmte, welches von Läden verlangt, Angaben über die Strahlungswerte ihrer Handys zu machen.

Trotz starker Lobby-Aktivität von Seiten der Mobilfunkhersteller, hat der Stadtrat zögerlich das neue Gesetzt 10-1 bewilligt. Eine endgültige Abstimmung ist für nächste Woche geplant und es wird erwartet, dass Bürgermeister Gavin Newsom die vorgeschlagene Verordnung unterzeichnen wird, wenn sie auf seinem Schreibtisch landet. Im Falle einer Unterzeichnung würde sie ab Februar 2011 in Kraft treten.

Anwesende der bahnbrechenden Abstimmung war unter anderem die Ehefrau von Alan Marks, eines Immobilienmaklers von Lafayette, der unter einem Hirntumor leidet, welche Ärzte auf über 10.000 Stunden Handyverwendung zurückführen.

„Was dies wirklich bedeutet, ist dass wir einer Industrie die Stirn bieten, die nicht die Wahrheit sagt,“ sagte Ellie Marks, die nach der Abstimmung Beifall von den Zuhörern erntete.

Die einzige Gegenstimme kam von Ratsmitglied Sean Elsbernd.

„Wir sind uns nicht ganz sicher darüber, ob was wir tun richtig oder falsch ist,“ sagte Elsbernd vor der Abstimmung, „wir sollten dies den Fachleuten überlassen.“

Eine Studie des Krebsforschungsgremiums der WHO (International Agency for Research on Cancer = IARC), welche letzten Monat herauskam, konnte keinen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Hirnkrebs feststellen. Die Forscher beobachteten 13.000 Handynutzer während eines Zeitraums von 10 Jahren und fanden keine klaren Ergebnisse.

Lloyd Morgan, ein Wissenschaftler von Berkeley berichtete aber am Dienstag von einer Konferenz in Korea, dass die Statistiken der IARC Mängel aufwiesen. In der Tat erhöhen 100 Stunden, während der das Handy am Kopf gehalten wird, jeweils das Hirnkrebsrisiko um 26 Prozent.

„Es wird Hunderte Millionen von Menschen geben, die möglicherweise durch ihre Handynutzung Hirntumore entwickeln.“


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