Uni Bern: Finanzierung beeinflusst Studienergebnis
diagnose-funk, 1. Oktober 2006
Nach den Auswertungen von Prof. Henry Lai und Dr. Louis Slesin (http://www.microwavenews.com/RR.html) kommt auch die Universität Bern zum gleichen Schluss: Die Herkunft der Gelder für Mobilfunk-Studien beeinflusst massgeblich die Ergebnisse der Studien. Wissenschaftler vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin analysierten alle wissenschaftlichen Studien, die zwischen 1995 und 2005 mit Hilfe von Labortests die Auswirkungen hochfrequenter, elektromagnetischer Strahlung von Handys oder Mobilfunk-Antennen auf den menschlichen Organismus untersuchten. Man fand insgesamt 59 Studien, darunter solche, die sich mit kardiovaskularen Effekten, Veränderungen der Gehirnströme, hormonellen Veränderungen oder der Befindlichkeit befassten. 12 dieser Studien waren ausschliesslich von der Industrie finanziert worden; 11 von Institutionen der öffentlichen Hand, 14 Studien hatten beide gemeinsam bezahlt, und 22 Arbeiten liessen offen, wer sie finanziert hatte.
Die Analyse, die am 15. September von der angesehenen Fachzeitschrift «Environmental Health Perspective» im Internet publiziert wurde, zeigte, dass die rein von öffentlicher Hand finanzierten Studien 10fach häufiger statistisch signifikante Effekte der Strahlung fanden, als die rein von der Industrie finanzierten Studien. Fazit der Wissenschaftler: Bei der Interpretation von Studienergebnissen muss die Herkunft der Gelder berücksichtigt werden.
Quelle:
http://www.ehponline.org/members/2006/9149/9149.pdf

